Presse 2017
Der Bürger- und Heimatverein im Spiegel der örtlichen Presse.
 
GL-Kompakt - Ausgabe Mai 2017

Neuer Vorstand beim Heimatverein
 

Der Heimat und Bürgerverein Refrath hat nach langer Suche einen neuen Vorstand gewählt. Der Verein existiert seit 1920

 

Winfried Krux heißt der neue Vorsitzende des Bürger- und Heimatvereins Refrath. Eigentlich hätte die Wahl schon letztes Jahr stattfinden sollen. „Es hat etwas gedauert, bis wir Leute gefunden haben, die das auch wirklich machen wollen“, sagt Hans-Peter Müller. Der ehemalige Vorsitzende des traditionsreichen Vereins mit zurzeit rund 280 Mitgliedern hätte gerne schon 2016 den Vorsitz in jüngere Hände gelegt. „Ich wollte es aber nur unter der Bedingung machen, dass wir auch ein jüngeres Team finden, um die Zukunft des Vereins zu gestalten. Das haben wir jetzt“, sagt Winfried Krux. Der Prokurist eines Refrather Unternehmens wurde im April zum neuen Vorsitzenden gewählt. Er wurde zwar 1962 in Köln geboren, ist aber in Refrath aufgewachsen.

Text: Klaus Pehle
 
Mit freundlicher Genehmigung: Chr. Süßmuih; GL- Verlags GmbH
...[www.glverlag.de]...
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KSTA-Ausgabe: Mittwoch, 26.04.2017
 

Die Rettung des Bürgervereins Refrath

Neuer Vorstand setzt auf Teamarbeit - Seit Jahrzehnten viele Projekte gestaltet - Maifest im Bürgerpark
 

Bergisch Gladbach. Die Last soll auf jüngeren Schultern liegen - und diese Last besteht nicht aus dem Maibaum, der traditionell Ende April geschlagen und zur Steinbreche getragen wird. Die zehn bis zwölf Meter hohe Birke war den Vorstandsmitgliedern mit den Jahren immer schwerer geworden, bis man im vergangen Jahr ohne die Hilfe von Flüchtlingen, die mit anpackten, auf die Tradition hätte verzichten oder schnödes Gerät hätte einsetzen müssen.

Doch die Verjüngung des Vorstands des Bürgervereins Refrath, vom Vorsitzenden Hans-Peter Müller und seinem Stellvertreter Konrad Büscher immer wieder gefordert, gestaltete sich zunächst schwierig. Bis das Duo, das keine Nachfolger fand, aus Verzweiflung die Notbremse zog und nicht mehr ausschloss, dass der Verein , der seit 1953 eigenständig existiert, sich auflösen müsse, sollte kein Wechsel möglich sein. Angesichts der vielfältigen Aktivitäten des Vereins im und für den Ort dann doch ein Horroszenario für viele Refrather.

Vernetzung angestrebt
„Der dramatische Aufruf hat mich schon berührt. Ich will nicht, dass der Verein stirbt“, sagt Winfried Krux, dem die Entwicklung des Vereins und die Projekte für Refrath am Herzen liegen: Er gehört dem Verein seit vielen Jahren an, hatte aber dennoch gezögert, für den Vorsitz zu kandidieren, da er die Aufgabe nur gemeinsam mit einem Team übernehmen wollte. Das wurde schließlich doch noch gefunden, sodass der Verein sich seit der jüngsten Jahreshauptversammlung mit einer neuen Führungsriege präsentiert. Sie setzt auf Bewährtes, aber auch stark auf Vernetzung mit anderen örtlichen Vereinen und auf moderne Kommunikations- und Präsentationsmöglichkeiten.

Einstimmig gewählt wurden Winfired Krux (1. Vorsitzender), Manfred Büscher (2. Vorsitzender), Pascal Zahn (Kassenwart), Peter Janßen (Schriftführer). Uwe Hinz (Beisitzer; Schwerpunkt Internetauftritt), Michael Käsbach (Beisitzer; Schwerpunkt Zusammenarbeit der Vereine), Christopher Schmitt (Beisitzer; Schwerpunkt Neue Medien). Der bisherige Vorsitzende Hans-Peter Müller steht dem Verein weiter als Archivar und für historische Themen zu Verfügung. Müller hatte in den vergangen zehn Jahren mit seiner Mannschaft zahlreiche Projekte für Refrath verwirklicht. Zu ihnen gehört die Alte Kirche, deren Fresken und Kirchenraum auf Initiative des Vereins restauriert wurden. Auch der umgebende Kirchhof wurde zum Park gestaltet, Kreuze und Eyberg-Denkmal wieder hergestellt. Bis 2015 arbeiteten Vereinsmitglieder fünf Jahre lang an der Wiederherstellung der alten Bruchsteinmauer an der Kirche, eine Arbeit, die nun durch bürgerschaftliches Engagement fortgesetzt wird.

 

Ohne den Bürger- und Heimatverein würde die historische Motte, Rest einer mittelalterlichen Burg wohl immer noch ein zugewuchertes Bodendenkmal im Dornröschenschlaf. In Eigenleistung rodeten die Vereinsmitglieder Bäume und Büsche, legten die Anlage wieder frei, errichteten eine Brücke über den ehemaligen Wassergraben und bauten einen Brunnen wieder auf.

 

Augenfällig sind auch die vier historischen Rundwege durch Refrath, zu denen Müller Wanderführer ausgearbeitet hat. Die Routen wurden mit 42 Infotafeln ausgestattet, die über die Vergangenheit des Ortes informieren. Fünf Bände zur Ortsgeschichte, Exkursionen, Reisen und Führungen, zwei Feste an der Motte und das Jubiläumsfest 300 Jahre Steinbreche gehen auch auf das Konto des Vereins, der die Zahl seiner Mitglieder in den vergangenen zehn Jahren von rund 100 auf heute knapp 300 steigern konnte.

 

Am 30. April wird das zehnte Maifest im Bürgerpark an der Steinbreche gefeiert, nun wieder mit einer Birke, die mit der Muskelkraft des neuen Vorstandes am Vortag geschultert und am Sonntag um 17 Uhr aufgestellt werden soll. Das ist ein erstes Beispiel für Teamarbeit - weitere sollen folgen.

 
 
Text: Dr. Stephanie Peine                               Fotos: Ch. Arlinghaus
 
 
Mit freundlicher Genehmingung: Kölner Stadtanzeiger http://www.ksta.de
 
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